
Sauberkeit und Hygiene sind nicht dasselbe. Eine Fläche kann sauber aussehen und trotzdem eine hohe Keimlast tragen. Umgekehrt kann eine desinfizierte Fläche einen Rückstand tragen, der beim nächsten Kontakt an der Hand hängen bleibt.
Verschmutzte Oberflächen und multiresistente Keime zeigen, dass der Griff zum Mittel nicht in jedem Fall die Antwort ist. Wo dauerhaft Biozide eingesetzt werden, entsteht Druck in Richtung Resistenz.
Was Micro-Trockendampf anders macht
Der Dampf verlässt die Düse mit über 180 Grad. Rückstände von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln werden zusammen mit dem Schmutz entfernt, auch an Stellen, an die ein Tuch nicht kommt. Damit entfällt der Nährboden, auf dem sich Keime überhaupt erst halten.
Die Hitze wirkt physikalisch: Viren werden thermisch inaktiviert, Keime werden hochgradig reduziert. An diesem Wirkprinzip kann sich nichts gewöhnen, weil es keinen Wirkstoff gibt, gegen den eine Resistenz entstehen könnte.
Empfindliche Oberflächen bleiben dabei geschont, weil der Dampf mit rund fünf Prozent Wasseranteil arbeitet und weder Säure noch Lauge im Spiel ist.
